ZENIT SONNTAG

Lieber Leser

Es gibt eine Technik aus der Welt der Geheimdienste, die verblüffend einfach ist. Die Grundregel: Je sensibler die Information ist, die Du willst, desto weniger Fragen solltest Du stellen. Eine direkte Frage setzt beim anderen einen kleinen Alarm in Gang, eine Aussage nicht. Auf eine Aussage hin redet er freiwillig weiter oder korrigiert Dich. Die Methode geht auf John Nolan zurück, und der Verhaltensexperte Chase Hughes hat sie kürzlich wieder ins Gespräch gebracht.

Hier sind die sechs Werkzeuge, jeweils eine Aussage statt einer Frage:

  1. Zusammenfassung. Fass zusammen, was der andere gesagt hat: “Also im Grunde hat Dich vor allem der Papierkram genervt.” Er ergänzt oder korrigiert und redet weiter.
  2. Vermutung. Sprich eine Annahme aus: “Das muss eine harte Zeit gewesen sein.” Er fühlt sich verstanden und erzählt mehr.
  3. Richtigstellen. Mach eine leicht falsche Aussage: “Ich habe gehört, Ihr zieht erst im April um.” Antwort: “Nein, schon im Februar.” Menschen rücken Dinge gern gerade.
  4. Spanne. Gib einen Bereich vor statt der genauen Zahl: “Das liegt wohl irgendwo zwischen fünfzig und achtzig.” Antwort: “Eher neunzig.”
  5. Skepsis. Zeig einen Hauch Zweifel: “Das kann ich mir kaum vorstellen, dass Ihr das in zwei Monaten geschafft habt.” Er untermauert seine Aussage mit Details.
  6. Beobachtung. Stell eine Beobachtung in den Raum: “Du siehst aus, als hättest Du ein paar richtig gute Wochen hinter Dir.” Statt eines kurzen Ja bekommst Du eine ganze Geschichte.

Diese Technik ist auf zwei Arten wertvoll. Sie hilft Dir, echte Gespräche zu führen, in denen sich Menschen öffnen, und sie hilft Dir zu erkennen, wenn jemand sie bei Dir anwendet. Aber es gibt eine klare Linie. Bewusst zu lügen, um jemandem vertrauliche Dinge zu entlocken, ist Manipulation. Nutze diese Werkzeuge, um Menschen näherzukommen. Sobald Du damit jemanden ausnimmst, zieht ein ehrlicher Mann die Grenze.

Alles Liebe,

Nicola

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Catch The Zenith Podcast

Ich bin Nicola Flückiger und Gastgeber des Schweizer Podcasts Catch The Zenith, mit über 200 erschienenen Episoden.

Dich erwarten Gespräche und persönliche Gedanken über Verantwortung, Liebe und Tradition, die Dich Deinem Zenit näherbringen.

Jeden Montag erscheint eine neue Folge – unter anderem mit dem ehemals jüngsten Professor der Welt, dem Enkel des Erfinders des Birchermüeslis, dem Gründer eines Milliarden-Unternehmens oder einem Multimillionär-Investor.

Dieser Podcast ist mein Versuch, jungen Schweizer Männern zu produktiver Grosszügigkeit zu verhelfen, mich selbst und die Welt besser zu verstehen und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Meinungen zu fördern.

Du kannst den Podcast auf YouTube, Apple Podcasts, Spotify oder direkt auf der Website anhören.

Episode dieser Woche

​#267: Wie Du einen Konflikt in 5 Schritten löst​

Was ich diese Woche gelernt habe

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“Die effektivste Methode, um Wohlstand zu schaffen, ist langweilig.

Es ist „kaufen und halten“.

Ich habe 2007 eine Kobe-Karte für 6.000 $ gekauft und sie 2009 für 17.000 $ verkauft.

Ich dachte, ich hätte gewonnen.

Heute ist diese Karte über 2.000.000 $ wert.

Sei geduldig.”

– Patrick Bet-David

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Zitat der Woche

„Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ – George Orwell, 1984

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Videoempfehlungen:

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