Liebe Leserinnen und Leser,

ein hilfreicher Ansatz um langfristig produktiv zu sein sind wöchentliche Reviews. Diese wöchentliche Review-Sessions umfassen bei mir das Aufräumen meines physischen und digitalen Raums. Du überprüfst Projekte, Kalender, To-Do-Listen und schaust, ob alles in die Richtung geht, wie du das gerne hättest. Des Weiteren reflektierst du die Woche mit einfachen Punkten wie zum Beispiel, Dinge, auf die du stolz bist aus dieser Woche, Verbesserungswürdige Bereiche für die kommende Woche und neue Ideen, welche dir in den Sinn gekommen sind. Möglicherweise klingt dies noch ein wenig schwammig, wie solch eine wöchentliche Review durchgeführt wird, darum werde ich dir im späteren Verlauf meinen Ablauf zeigen.

Zuerst einmal wie kam ich auf diese Idee, solche wöchentliche Reviews durchzuführen. Das aller erste Mal habe ich davon in einem Online-Kurs von dem bekannten Produktivitäts-Youtuber Ali Abdaal gehört. Er wiederum hat diese Idee von der Produktivitätslegende David Allen, genauer gesagt aus seinem Buch “Getting Things Done”, welches ich dir wärmstens empfehlen kann.

Vor knapp zwei Monaten habe ich bewusst damit angefangen diese wöchentlichen Reviews durchzuführen. Mir ist es dabei nicht jede Woche gelungen diese durchzuführen, doch jedes Mal, wenn ich mir dafür Zeit genommen habe, fühlte ich mich deutlich besser und entspannter. Denn ich wusste, was getan werden muss, dass meine Projekte in die richtige Richtung laufen bzw. wo ich weiter ansetzten sollte. Mein E-Mail-Posteingang war geleert, meine Notizen dort untergebracht, wo sie hingehören und ich wusste was nächste Woche ansteht, weil ich meinen Kalender für die nächste bzw. nächsten zwei Wochen durchgegangen bin.

Als ich letzten Freitag und Samstagmorgen die wöchentliche Review durchgeführt habe (Hat ein wenig länger gedauert, da ich die letzte Woche ausgelassen habe), habe ich wieder gemerkt, wie wichtig solche Sessions sind, um langfristig Struktur und Ordnung zu wahren und um herauszu-zoomen und das große Ganze im Blick zu behalten. Genauer gesagt, wenn du an einem Projekt (Z.B. Blog, Business etc.) arbeitest und von Zeit zu Zeit reflektierst und überprüfst, ob das was du gerade machst, auch wirklich zu deinem Ziel beiträgt, kannst du sicherstellen, dass du nicht einfach irgendwelche Aufgaben erledigst, um sie einfach zu erledigen. Du überprüfst somit, dass du die richtigen Dinge tust und ob du diese Dinge auch richtig tust. Mit anderen Worten schaust du, ob du effektiv und effizient bist.

Bei mir sieht die wöchentliche Review folgendermaßen aus:

Physischer Raum

  1. Zuerst einmal bringe ich meinen Schreibtisch, Arbeitsrucksack und Geldbörse in Ordnung. Vielleicht habe ich in meiner Geldbörse Quittungen aus der vergangenen Woche, die ich einscannen sollte oder in meinem Rucksack sind lose Blätter, die ich in einem Ordner unterbringen sollte.
  2. Dann räume ich meine Post auf (Rechnungen etc.).

Digitaler Raum

  1. Nun räume ich meine digitalen Posteingänge auf (E-Mail-Inbox, Evernote-Inbox, Ungelesene Artikel in Instapaper).
  2. Den Computer aufräumen, das umfasst den Desktop, Download-Ordner und das Leeren des Papierkorbes.
  3. Telefon aufräumen: Hier gehe ich durch sämtliche offenen Text- und Sprachnachrichten.

Überprüfen

  1. Ich überprüfe meinen Kalender. Gehen vergangene Termine durch und schaue, ob ich dort noch etwas tun sollte, wie Notizen einordnen oder etwas in meine To-Do-Liste schreiben. Ebenfalls schaue ich, welche Termine in den nächsten zwei Wochen anstehen. So bin ich im Klaren darüber, was auf mich zukommen wird.
  2. Dann gehe ich meine Projekte durch, wie zum Beispiel meinen Podcast. Schaue, ob ich die richtigen Dinge dafür tue und ob ich diese richtig mache. Einhergehend schaue ich, welche nächsten Schritte angepackt werden müssen.
  3. Überprüfen der To-Do-Liste. Ich schaue welche Tasks noch offengeblieben sind, eliminiere diese welche mich nicht weiterbringen und füge neue hinzu. Dabei schaue ich darauf, dass ich eine gut organisierte und strukturierte To-Do-Liste habe. Mehr dazu in der ersten Ausgabe des Newsletters: Warum Du eine organisierte To-Do-Liste brauchst.
  4. Nun überprüfe ich Projekte und Aufgaben die ich im Ordner “irgendwann mal” abgelegt habe und schaue, wenn ich diese angehen kann oder ob ich diese löschen sollte.

Reflektieren

Als Grundlage verwende ich drei Punkte aus dem Getting Things Done-Template von David Allen, welches du in Evernote finden kannst.

  1. Dinge aus dieser Woche, auf die ich stolz bin
  2. Verbesserungswürdige Bereiche für die nächste Woche
  3. Irgendwelche neuen und tollen Ideen?

So sieht also meine wöchentliche Review aus. Ich versuche dabei den ganzen Ablauf so simpel wie möglich zu halten. Gelegentlich streiche ich auch manche Punkt, um die ganze Sache in kürzerer Zeit zu erledigen. Gerade am Anfang, würde ich dir empfehlen, dass du mit kleinen Reviews anfängst. Eine halbe Stunde kann schon reichen einen groben Überblick über die Woche zu bekommen, die besonders wichtigen Dinge zu identifizieren, Dinge zu streichen und zu überprüfen ob deine Projekte in die gewünschte Richtung gehen. Gerade um konsistent die Review-Session durchzuführen, kann es hilfreich sein, diese kurz und bündig zu gestalten. Wichtig aber, dass du sie machst.

Nach jedem Mal als ich solch eine wöchentliche Review durchgeführt habe, war ich froh, denn ich hatte Klarheit über sämtliche Dinge in meinem Leben.

Also versuche mal die Basics zu machen, das kann sein dein E-Mail-Postfach aufzuräumen, deinen losen Notizen in einem entsprechenden Ordner abzulegen und dein Kalender zu überprüfen, was nächste Woche ansteht. Im späteren Verlauf kannst du auch deine Sessions ausbauen, dafür kannst du gerne mal nach “Weekly Review” googeln, dann findest du einige hilfreiche Artikel dazu. Verschiedene Leute kommen dabei mit unterschiedlichsten Ansätzen auf, wie du diese Review gestalten kannst.

Aktuell bin ich auch noch auf dem Weg, die wöchentliche Review zu einer bleibenden Gewohnheit zu machen. Mit diesem geschilderten Ablauf komme ich gut voran. Möglicherweise werde ich meine Review abändern oder schrittweise erweitern. Falls ich eine neue Idee dafür habe, werde ich dich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Ich bin überzeugt, dass du froh sein wirst, solch eine wöchentliche Review durchzuführen.

Ich wünsche dir eine schöne Woche!

Nicola

Diese Woche im Catch The Zenith Podcast

In dieser Episode spreche ich mit dem Juristen, Danijel Gajic, über seine Masterarbeit. In dieser behandelt er das Phänomen Shareholder Activism zu Deutsch Aktionärs-Aktivismus aus der Wirtschaftswelt. Genauer gesagt geht er auf die Rechte und Pflichten von aktiven Investoren nach schweizerischem und US-amerikanischem Recht ein.

Wir behandeln dabei folgende Punkte: Welches Ziel er mit seiner Masterarbeit verfolgte, was eigentlich Shareholder Activism ist, wo der Ursprung dieses Phänomens liegt, in welche Kategorien sich Shareholder Activism einteilen lässt, wie die konkreten Vorgehensweisen aussehen, um in einer Zielgesellschaft die Machtverhältnisse zugunsten der aktiven Investoren umzupolen, welche bekannte Beispiele in diesem Zusammenhang existieren, eine amüsante Geschichte von dem Activist Shareholder Carl Icahn, Grundsätze, Unterschiede und Gemeinsamkeiten vom Schweizer und US-amerikanischen Recht in Bezug auf die Rechte und Pflichten eines Aktionärs, wie Danijel dieses Phänomen einschätzt (Gefahr oder Chance) und ein Fazit im Zusammenhang mit dem Shareholder Activism. Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören und Catch The Zenith!

Hier gehts zur Episode bzw. zum dazugehörigen Blogartikel: CTZ 034: Masterarbeit über Shareholder Activism (Aktionärsaktivismus) – Danijel Gajic erzählt über die Rechte und Pflichten von aktiven Investoren nach schweizerischem und US-amerikanischen Recht

Inspirierende Dinge dieser Woche

Artikel: James Clear schreibt über 7 Ansätze welche du verwenden kannst, um mehr Inhalte von gelesenen Büchern zu behalten. 7 Möglichkeiten, mehr von jedem gelesenen Buch zu behalten

Podcast: Tim Ferriss spricht mit dem Neurobiologen, Dr. Andrew Huberman darüber, wie du deinen Schlaf optimieren kannst, deine Performance verbessern kannst und wie du deinen Körper benutzen kannst, um deinen Verstand zu kontrollieren. In der Episode erzählt Dr. Huberman einige eindrückliche Geschichte aus seiner bewegten Jugend und legt dar, wie er es schlussendlich zu einem renommierten Professor geschafft hat. Dr. Andrew Huberman — A Neurobiologist on Optimizing Sleep, Enhancing Performance, Reducing Anxiety, Increasing Testosterone, and Using the Body to Control the Mind (#521)Zitat der Woche

Zitat der Woche

Mich interessiert es nicht, ob das Glas halb leer oder halb voll ist. Mich interessiert, wie man das Glas füllt. (Aus dem Englischen übersetzt)

Ein Zitat von dem Ökonom Donald Kaberuka. Dabei geht es um die Thematik, sich zu fokussieren auf das was wirklich wichtig ist.

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