ZENIT SONNTAGLieber Leser, Januar ist die Saison der guten Absichten. Gym-Abo. Früher aufstehen. Weniger Scrollen. Mehr lesen. Mehr Fokus. Mehr Geld. Bessere Beziehung. Besserer Körper. Und dann kommt der Februar und alles ist wieder wie vorher. Ich habe dazu eine Podcast-Episode von Alex Hormozi gehört, die mir gefallen hat, weil sie Zielsetzung entromantisiert und praktisch macht. Hier ist die Essenz daraus. 1) Das Problem ist selten Dein Ziel. Es ist Dein Start.Hormozi sagt sinngemäss: Es gibt eine Zeit zu beginnen und eine Zeit zu erreichen. Und die meisten scheitern schon am ersten Teil. Viele Leute starten erst am 1. Januar. Oder am Geburtstag. Oder “ab Montag”. Sein Punkt ist simpel: Wenn der Nutzen nicht heute gross genug ist, um anzufangen, wird er in einem Monat auch nicht plötzlich gross genug sein. Dann hast Du einfach “heute in einem Monat”. Praktische Konsequenz:
Mini-Übung (2 Minuten):
Wenn Du dafür keinen Einstieg findest, ist das ein gutes Signal: Dann musst Du das Ziel so umbauen, dass es heute eine Belohnung hat. Oder Du lässt es bewusst fallen. 2) Jedes Ziel hat einen Preis. Und Du musst ihn vorher bezahlen.Der stärkste Teil der Episode war für mich dieser Gedanke: Ziele sind wie Magie in Filmen. Magie hat immer einen Preis. Die meisten machen es genau falsch: Sie planen 28 Stunden Arbeit in 24 Stunden Tag. Und sind dann überrascht, dass es nicht klappt. Hormozi’s Vorschlag:
Er nennt es “Goal Budget”: Wo findest Du Dein echtes Budget?
Das sind die Fakten. Nicht Dein Selbstbild. Taktisch wichtig: Hör nicht nur auf mit etwas. Ersetze es. 3) Fast jedes Ziel ist erreichbar. Nur nicht auf Deiner Timeline.Das ist der Teil, den viele nicht hören wollen: Du setzt Dir ein Ziel, das realistisch ein 3- bis 10-Jahres-Projekt ist, und erwartest Resultate in 12 Monaten. Dann “startest Du neu” jedes Jahr. Und 10 Jahre später bist Du immer noch am Start. Hormozi bringt ein gutes Bild: Viele wollen einen Marathon in 26 Minuten laufen. Nein. Es sind 26 Meilen, nicht Minuten. Und das ist auch der Grund, warum Beziehungen, Gesundheit und langfristiger Aufbau so wichtig sind. Gute Beziehungen sind einer der verlässlichsten Treiber von Lebenszufriedenheit und Gesundheit, das zeigen auch Langzeitdaten wie die Harvard Study of Adult Development. Was hilft gegen Frust? Beispiele:
Meine SchlussfolgerungWenn Du 2026 ernst nimmst, dann mach es nicht wie “Neujahrsvorsätze”. Mach es wie ein Deal.
Wenn Du nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Ein Ziel ist kein Wunsch. Es ist eine Entscheidung, die man in Deinem Kalender sieht. Alles Liebe, Nicola Quelle: Alex Hormozi, The Game, “My Blueprint For Setting Goals | Ep 818”. Catch The Zenith PodcastIch bin Nicola Flückiger und Gastgeber des Schweizer Podcasts Catch The Zenith, mit über 200 erschienenen Episoden. Dich erwarten Gespräche und persönliche Gedanken über Verantwortung, Liebe und Tradition, die Dich Deinem Zenit näherbringen. Jeden Montag erscheint eine neue Folge – unter anderem mit dem ehemals jüngsten Professor der Welt, dem Enkel des Erfinders des Birchermüeslis, dem Gründer eines Milliarden-Unternehmens oder einem Multimillionär-Investor. Dieser Podcast ist mein Versuch, jungen Schweizer Männern zu produktiver Grosszügigkeit zu verhelfen, mich selbst und die Welt besser zu verstehen und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Meinungen zu fördern. Du kannst den Podcast auf YouTube, Apple Podcasts, Spotify oder direkt auf der Website anhören. Episode dieser Woche #236: Die Schweiz ist nicht mehr neutral – Alexander Baur. Höre sie hier.
Was ich diese Woche gelernt habeDie 1%-Regel: “In Online-Communities produziert etwa 1 % der Nutzer fast den gesamten Inhalt. Was man online sieht, repräsentiert daher nicht die Menschheit, sondern lediglich eine laute, obsessive (und oft narzisstische) Minderheit. Soziale Medien sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Kuriositätenkabinett.” — Gurwinder Zitat der Woche“Alles ist ein Kampf zwischen expansionistischen und extinktionistischen Philosophien.“
„Auf einer grundlegenden Ebene kann man die Dinge als einen Kampf zwischen expansionistischen und extinktionistischen Philosophien verstehen.
Darauf kommt es wirklich an.
Wenn die Menschheit ausstirbt oder die Zivilisation zusammenbricht, sind welche politischen Massnahmen wir auch immer haben, irrelevant.
An erster Stelle muss daher eine expansionistische Philosophie für die Zivilisation und für das Bewusstsein stehen.
Wir müssen danach streben, über das hinauszugehen, was wir in der Vergangenheit getan haben, und die Zahl der Menschen zu erhöhen.
Das ist unglaublich fundamental.
So oder so muss das passieren.” – Elon Musk
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