Liebe Leserinnen und Leser,
 
diese Woche möchte ich mit Dir eine Newsletterausgabe teilen, die ich letztes Jahr verschickt habe und denke, die könnte auch heute noch interessant sein. Viel Spass!
 
In dieser Ausgabe möchte ich dir den 2. Weg vom Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zusammenfassen. Dieser Weg besagt: „Schon am Anfang das Ende im Sinn haben“. Gerne kannst du dir dazu auch die komplette Buchzusammenfassung auf meinem Podcast anhören: CTZ 045: Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey
 
In unserem Leben tuen wir verschiedenste Dinge meistens zwei Mal. Einmal in der Vorstellung und einmal dann in der Realität, wenn wir tatsächlich handeln und etwas umsetzen. Nehmen wir einmal das Beispiel von einem Haus, welches du bauen (lassen) möchtest. Zuerst erstellen wir exakte Pläne und stellen uns so präzise wie nur möglich vor, wie dieses am Ende aussehen sollte. Noch lange vor dem ersten Spatenstich. Falsch erfasste Masse, die wird aufgenommen haben, führen zu kostspieligen Konsequenzen, wie wenn beispielsweise die geplante Wendeltreppe, die von einem in den nächsten Stock führen sollte, nicht wie vorgesehen in den extra dafür gebauten Freiraum passt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass wir in verschiedensten Lebensbereichen schon am Anfang genau wissen, wie etwas am Ende aussehen sollte. Mit einer exakten und umfassenden Planung wird die praktische Umsetzung wohlmöglich deutlich einfacher und dazu weist diese noch eine höhere Qualität auf.
 
Die Kraft der Visualisierung bzw. des sich etwas klar vorstellen können, kann einem in vielen Lebensbereichen zugutekommen. Nehmen wir mal das Beispiel eines Hochleistungssportlers genauer gesagt eines Sprinters, der ein wahrer Meister in dieser Disziplin ist. Dieser stellt sich schon vor dem Startschuss vor, wie er sich aus dem Starkblock katapultieren wird und als erster über die Ziellinie rennen wird. Genau das gleiche können wir für unser Leben mitnehmen. Somit sollten wir uns genauso wie ein Sprinter, dafür Zeit nehmen, um zu visualisieren was wir konkret erreichen wollen. Ganz nach dem Motto: «Zwei Mal Messen, einmal schneiden». Somit sollten wir uns lieber einmal in Ruhe über die eigenen Projekte, Gedanken machen, diese in Ruhe ausarbeiten, anstatt, dass wir hektisch in eine falsche Richtung laufen.
 
Diese Vorgehensweise, die bezogen auf Projekte sinnvoll sein kann, kann durchaus auch eine entscheidende Rolle bei den eigenen Lebenszielen spielen. Dafür möchte ich mit dir ein Gedankenexperiment machen. Stelle dir vor, dass traurigerweise jemand gestorben ist. Es findet eine Beerdigung statt und du gehst dort hin. Als du an der Beerdigung ankommst, siehst du deine Familie, Freunde und Kollegen. Du läufst zum zu Sarg hin und du siehst DICH selbst in diesem liegen. Du befindest dich auf deiner eigenen Beerdigung. Du setzt dich danach auf eine Bank und hörst deiner eigenen Grabrede zu. Als welche Person möchtest du beschrieben werden? Wie möchtest du bei den anwesenden Personen in Erinnerung bleiben? Wie sollten die Menschen an deiner Beerdigung über dich sprechen?
 
Dieses eindrückliche Gedankenexperiment sollte dir dabei helfen, dass du die richten Dinge im Leben tust. Dies führt mich zur Verwechslung von Effektivität mit Effizienz. Unglücklicherweise gehen einige Menschen das ganze Leben irgendwelchen Zielen nach, die ihnen gar nicht wirklich am Herzen liegen. Sie ziehen nie die Handbremse, sagen nie „Stopp, jetzt reicht es“ und fragen sich nicht „Was möchte ich eigentlich in diesem Leben?“. Sie verstehen somit nicht das Fundament des Lebens bzw. sie verwechseln Effektivität mit Effizienz. Mit der Effizienz wird verstanden, dass du so viel wie möglich in kurzer Zeit erledigst. Doch das ist völlig bedeutungslos, wenn du nicht weißt für was du das tust bzw. wenn du einfach die falsche Sache machst. Ähnlich als würdest du eine Leiter an die Falsche Mauer stellen. Somit solltest du klar wissen, wohin du im Leben willst. Effektive Menschen streben nicht einfach ohne Struktur, kopflos und wirr nach Geld und Ruhm, sondern sie konzentrieren sich auf das was ihnen am Herzen liegt. Alles andere ist pure Zeitverschwendung. Bevor wir uns Gedanken über das effizienter oder produktiver werden machen, sollte wir uns zuerst einmal fragen, machen wir überhaupt die richtige Sache, also sind wir effektiv. Also wenn du das nächste Mal Bemühungen erbringst, um effizienter zu sein, gehen mal einen Schritt zurück und frage dich, mache ich überhaupt die richtige Sache.
 
Nun fragst du dich vielleicht, wohin sollte meine Reise gehen? Dies kannst du herausfinden, indem du dir die vorhin dargelegten Fragen an deiner Beerdigung stellst.
 
Als welche Person möchtest du beschrieben werden? Wie möchtest du bei den anwesenden Personen in Erinnerung bleiben? Wie sollten die Menschen an deiner Beerdigung über dich sprechen?
 
Also wie möchtest du in Erinnerung bleiben und davon leitest du dann dein eigenes Leitbild oder auch Mission Statement genannt ab. Doch was ist solch ein Leitbild und wie erstelle ich dieses?
 
Dein Leitbild bildet deine ganz persönliche Verfassung. Dieses kannst du als dein individueller Industriestandard interpretieren, an dem du schlussendlich alles in deinem Leben misst und bewertest. Mit anderen Worten bildet dieses Leitbild dein Lebenskompass, welcher dir Orientierung und Sicherheit auch in angeblich aussichtslosen Situationen gibt, weil du dich immer auf diesen zurückberufen kannst.
 
Für die Erstellung deines persönlichen Leitbilds, nehme dir laufend Zeit, um an diesem zu arbeiten, deine Formulierungen zu verbessern, dieses zu verinnerlichen und schließlich nach diesem zu leben. In deinem Leitbild schreibst du auf, welche Art Mensch du gerne sein möchtest, was du in deinem Leben erreichen willst und auf welchen Grundlegenden Werten und Prinzipien deine Lebensziele basieren. Wenn du dir noch nichts Konkretes unter einem Leitbild vorstellen kannst, dann gibt dir möglicherweise das folgende Zitat aus dem Buch Aufschluss. Stephen R. Covey schreibt:
 
«Mein Freund Rolfe Kerr hat sein persönliches »Glaubensbekenntnis« so ausgedrückt: Zuerst im privaten Bereich und in der Familie Erfolg haben. Göttlichen Beistand suchen und verdienen. Bei der Ehrlichkeit nie Kompromisse eingehen. Die Bedürfnisse meiner Mitmenschen im Blick haben. Alle Seiten anhören, bevor ich mir ein Urteil bilde. Mir Rat von anderen holen. Jene, die nicht da sind, verteidigen. Aufrichtig, aber doch entschlossen sein. Jedes Jahr eine neue Fähigkeit entwickeln. Heute die Arbeit von morgen planen. Etwas Sinnvolles tun, während ich warte. Eine positive Einstellung bewahren. Nie den Humor verlieren. Ordentlich sein. Keine Angst vor Fehlern haben – nur vor dem Ausbleiben kreativer, konstruktiver und korrektiver Reaktionen auf diese Fehler. Anderen den Erfolg erleichtern. Zweimal so oft zuhören, wie ich selbst rede. Alle meine Fähigkeiten und Kräfte auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren und mir keine Gedanken wegen des nächsten Jobs oder einer Beförderung machen.»
 
Natürlich solch eine fundamentale Sache, wie unsere eigene Lebensverfassung, schütteln wir möglicherweise nicht einmal so kurz aus dem Ärmel. Darum lass dir Zeit und nehme regelmäßig Verbesserungen vor, überprüfe dein Leitbild auf seine Aktualität und passe, falls erforderlich, gewisse Dinge an, wenn du merkst, dass etwas einfach nicht mehr passt, was du einst niedergeschrieben hast.
 
Ich persönlich habe mein Leitbild in der Notizen-Software Evernote verfasst. Damit habe ich die Möglichkeit, fast immer auf mein Leitbild Zugriff zu haben. So habe ich mein Leitbild fast immer mit dabei und einhergehend besteht die Möglichkeit dieses in schwierigen Situationen beizuziehen.
 
Somit nehme aus dieser Ausgabe mit, dass bevor du dir Gedanken machst, wie du effizienter arbeiten könntest, solltest du dir zuerst einmal überlegen, ob du überhaupt die richtige Sache tust. Möchtest du dann herausfinden, wo deine Reise hingehen sollte, dann erstelle dein eigenes Leitbild abgeleitet von den Fragen zum Gedankenexperiment.
 
Ich bedanke mich für deine Zeit und wünsche dir eine schöne Woche!
 
Nicola
 

Diese Woche im Catch The Zenith Podcast

In dem aktuellen Highlight habe ich einen Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Geisler alias der Fitnessprofessor. Im Ausschnitt erzählt er uns, warum der Mythos, dass Kinder kein Krafttraining machen sollten, nicht wahr ist.
 
Prof. Dr. Stephan Geisler ist Sportwissenschaftler und Professor für Fitness und Gesundheit an der IST-Hochschule in Düsseldorf.  An derselben Hochschule ist er ebenfalls Vizepräsident für Forschung und Lehre und Leiter der Fachbereiche Fitness und Gesundheit. Des Weiteren ist er Dozent für Olympisches Gewichtheben an der Deutschen Sporthochschule Köln, Lehrbuchautor und Reviewer verschiedener internationaler Fachmagazine. Auf seinem beliebten YouTube-Kanal „Fitnessprofessor“, der über 42500 Abonnenten verzeichnen kann, veröffentlicht er regelmäßig Videos, in denen er Themen rund um den Bereich Fitness vorstellt. Dort räumt er mit Mythen auf, stellt Studien vor und liefert umsetzbare Tipps und Tricks für Jedermann. Er ist auch bekannt aus zahlreichen Fernsehauftritten.
 
In der vollständigen Episode sprechen wir über die Fragen, wie man effektiv Muskeln aufbauen kann. Des Weiteren erzählt uns Professor Geisler von drei großen Mythen rund um das Krafttraining und natürlich noch einiges mehr.
 
 

Inspirierende Dinge dieser Woche

Artikel: Diese Woche bin ich auf einen interessanten Artikel von Michael Hyatt gestoßen, in diesem er darlegt, warum gewisse Einschränkungen, die man selbst im Leben festlegt, uns dazu verhelfen können, mehr zu erreichen. Dabei zeigt er drei Punkte auf, wie Einschränkungen zu unseren Gunsten funktionieren können: 1. Einschränkungen ermöglichen Fokus, 2. Einschränkungen fördern die Kreativität, 3. Einschränkungen lassen dich produktiver sein. How Constraints Help Us Achieve More
 
Podcast: Möglicherweise hast du auch schon von dem Pareto-Prinzip oder auch die 80/20-Regel genannt, gehört. Dieses besagt, dass 80 Prozent der Resultate von 20 Prozent des Aufwandes kommen oder, dass 80 Prozent des Outputs von 20 Prozent des Inputs resultiert. In folgender Episode erörtert Prof. Jordan B. Peterson im Rahmen eines Zusammenschnittes von verschiedenen Vorträgen, das zuvor genannte Prinzip, welches der italienische Ökonom Vilfredo Pareto aufgestellt hat. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Dysbalance von Inputs und Outputs. S4 E55: Exploring the Pareto Principle

Zitat der Woche

Wann immer du dich nach etwas sehnst oder etwas brauchst, gib es zuerst und es wird in Massen zu dir zurückkommen. Das gilt für Geld, ein Lächeln, Liebe, Freundschaft. Ich weiß, dass das oft das Letzte ist, was man tun möchte, aber für mich hat es immer funktioniert. Ich vertraue auf das Prinzip der Reziprozität und gebe, was ich mir wünsche.
Ein Zitat von dem US-amerikanischen Unternehmer und Bestsellerautor, Robert Kiyosaki. Er hat unter anderem das bekannte Werk «Rich Dad, Poor Dad» geschrieben, in diesem er darlegt, wie du Vermögen aufbauen kannst und wie man schon früh mit diesem Thema vertraut wird bzw. den Umgang mit Geld lernt.
 

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