Ein fundamentales Prinzip im Zusammenhang mit der Produktivität ist das Pareto-Prinzip. In diesem Artikel erkläre ich Dir, das Grundprinzip davon und wie Du es gleich in der Praxis anwenden kannst.

Pareto-Prinzip

Das Pareto-Prinzip kann als eine Effizienztechnik verstanden werden. Es besagt, dass wir mit 20 Prozent des Aufwands, 80 Prozent des möglichen Ertrags bekommen. Mit anderen Worten, 80 Prozent des Outputs resultiert von 20 Prozent des Inputs. Ich muss also relativ wenig für etwas tun bzw. investieren, bekomme dafür aber relativ viel heraus.
Das Prinzip lässt sich im Zusammenhang mit der Produktivität sehr gut verwenden, weil es sich auf so viele Dinge im Leben anwenden lässt.
Zum Beispiel beim Lernen für eine Prüfung. Für den größten Teil und für viele Prüfungen, die ich geschrieben habe, galt, dass 80 Prozent meiner Note wahrscheinlich von den 20 Prozent des Kerns des Lernmaterials kommt. Es existiert einen Teil des Lernstoffs, der fundamental ist zu verstehen. Wenn ich dann einmal den Kern verstanden, konnte ich schon viel herausholen und in der Regel eine gute Note erreichen.

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Für den weiteren Teil, den wir lernen sollten, kriegen wir einen signifikant abnehmenden Ertrag. Möglicherweise musst Du dann viel intensiver und härter lernen, um von den 80 auf die 90 oder mehr Prozent zu gelangen.
Das ist natürlich kein Argument dafür nicht Aufwand für eine Prüfungen aufzubringen. Es ist lediglich ein Argument dafür, dass Du dich fragst:
  • Was ist dein Ziel bei dieser Sache?
  • Was möchtest Du damit erreichen?
Wenn Du einmal erkennt hast, wie das Resultat aussieht, dann versuche wirklich herauszufinden, was sind die 20 Prozent, damit ich das Ziel erreiche.

Kontinuierlicher Prozess

Du kannst das Prinzip auch als einen kontinuierlichen Prozess betrachten. Wenn ich zum Beispiel eine Podcast-Episode vorbereite, dann starte ich mit dem Blick auf das ganze Vorhaben und gehe dann Schritt-für-Schritt auf die kleineren Dinge ein.
Ich erstelle einen ersten Entwurf. Also 20 Prozent des Aufwands bzw. Zeit und erhalte dann die grobe Struktur also die 80 Prozent. Dann wende ich weitere 80/20 an und breche das Thema immer weiter runter.
Ich füge schrittweise Inhalte hinzu, anstatt jeden Teil (Intro, Hauptteil, Outro) einzeln zu erstellen.
Ein weiteres Beispiel. Du bereitest Dich auf eine Prüfung vor, welche aus 10 Hauptthemen besteht. Dann macht es mehr Sinn in einem ersten Schritt die Basics zu verstehen, anstatt jede Woche ein Thema durchzugehen. Dann kannst Du es immer weiter herunter brechen und in die Details gehen.
Wenn wir einmal das Prinzip verstanden haben, dann können wir uns bei den Dingen in unserem Leben auf die 20 Prozent konzentrieren, aus dem dann der meiste Ertrag resultiert.
Für weitere Beispiele wie ich das Prinzip anwende, kannst Du gerne die 29. Episode hören.

Fazit

Für viele Aufgaben, bei denen es nicht um Perfektion geht, reicht es 20 Prozent zu investieren und Du bekommst 80 Prozent des Ertrags.
Der italienische Ökonom und Erfinder des Prinzips, Vilfredo Pareto, hat herausgefunden, dass 20 Prozent der Familien, 80 Prozent des Vermögens in Italien besäßen haben. Oder man kann auch immer wieder feststellen, dass 20 Prozent der Kunden, einem Unternehmen 80 Prozent des Ertrags bringen.
So kannst Du viele Bereiche des Lebens durchforsten und stellst immer wieder fest, dass sich das Pareto-Prinzip anwenden lässt. Das Prinzip kann als eine allgemeine Lebensregel interpretiert werden.
Wenn Dir 80 Prozent Ertrag reichen, also etwas nicht perfekt sein muss, dann bedenke, dass 20 Prozent alles ist, was Du gemäß dem Pareto-Prinzip machen sollst.
Merke Dir: 20 Prozent des Aufwands, ergibt häufig 80 Prozent des Ertrags.
Abschließend noch zwei Fragen die Du für Dich beantworten kannst:
  • Welche 20 Prozent meines Aufwands, gibt mir 80 des Ertrages?
  • Was benötigt 80 Prozent meiner Zeit, aber steuert nicht sonderlich viel zu meinem Ertrag bei?

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