Liebe Leserinnen und Leser,

vor kurzem habe ich mit Leon Anselmann eine Episode für meinen Podcast aufgenommen. Die 38. Episode, welche den Titel trägt: #038: So maximierst Du Deine Produktivität! mit Leon Anselmann. In dieser hat er von einer interessanten Daumenregel erzählt, die er im Buch «Die Kunst des guten Lebens» von Rolf Dobelli gelesen hat. Die Regel nennt sich: Das Fünf-Sekunden-Nein (Diese Regel hat Rolf Dobelli von Charlie Munger, dem Vice Chairman der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway übernommen).

Kurz ein Zitat aus dem erwähnten Buch, um darzulegen um was es geht: „Sie werden um einen kleinen Gefallen gebeten. Wie oft kommt es vor, dass Sie spontan zusagen? Wie oft lehnen Sie ab? Wie oft haben Sie sich nachträglich geärgert, zugesagt zu haben? Und wie oft haben Sie später Ihr Nein bereut?“. Kennst du solche Situationen?

Wenn, du die vorherige Frage mit ja beantwortet hast, dann könnte das folgende «Denkwerkzeug», wie Dobelli es nennt, hilfreich für dich sein: Wenn du um einen Gefallen gebeten wirst, dann denke 5 Sekunden nach und entscheide dann. Entscheide dabei meistens mit einem Nein. Sage also so wenig wie möglich spontan Ja und denke zuerst bei all den täglichen Kleinigkeiten 5 Sekunden nach. Du entscheidest dich in 5 Sekunden für «Ja oder Nein» und sagst dann zu 99 Prozent der Fälle Nein.

Wenn du dich in einem Umfeld befindest, in diesem du oft mit Anfragen angesprochen wirst wie «Könntest du das für mich noch machen?» oder «Kannst du diese Aufgabe für mich übernehmen?», könnte der dargelegte Ansatz hilfreich sein. Bei Dobelli selbst, lautet die Standortantwort nach 5 Sekunden immer Nein. Es sei denn, es ist wirklich eine Ausnahme, dann macht er es bzw. sagt Ja. Früher habe er immer gedacht, dass Nein ein schlechtes und Ja ein gutes Wort sei. Doch für seine eigene Seelenruhe hat er erkannt, dass es genau umgekehrt ist, nämlich das Nein ist ein gutes und das Ja ein schlechtes Wort.

Jetzt könnte man denken, wenn ich die ganze Zeit nur Nein sage, dann mag mich ja keiner mehr. Dazu schreibt Dobelli folgendes: „Lieber schlage ich systematisch zu viele Bitten aus und nehme das Risiko in Kauf, nicht von allen geliebt zu werden, als umgekehrt. Tun Sie es auch. Die wenigsten Bittsteller werden Sie deshalb gleich als Unmenschen einstufen. Im Gegenteil, man wird Sie insgeheim für Ihre Konsequenz bewundern.“

Somit, wenn du denkst dieser Ansatz könnte dir helfen, dann setze es gleich mal in die Praxis um, sage Nein und schaue, wie es dir danach geht.

Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung.

Ich bedanke mich für deine Zeit und wünsche Dir eine schöne Woche!

Nicola

Quellen:

Diese Woche im Catch The Zenith Podcast

Das ist der erste Teil des Produktivitätssystems. In diesem erfährst du wie du einen Kalender einrichten und angemessen verwenden kannst. Doch was ist eigentlich ein Produktivitätssystem?

Ein fundamentaler Punkt, wenn es um Produktivität geht, ist folgender: Wir wollen nicht härter und länger arbeiten, sondern smarter! Bei der Produktivität geht es darum, Wege zu finden mit denen man systematisch und idealerweise besser sein Leben managen kann, sodass wir mehr Zeit für die Dinge haben, welche wir wirklich machen wollen. Der Schlüssel für mich, um produktiver zu sein ist dabei ein Produktivitätssystem zu haben. Ein externes System, dem ich komplett vertrauen kann und mir dabei hilft, mehr aus der Zeit herauszuholen.

In dieser und in weiteren Episoden möchte ich mit dir gemeinsam dieses System aufbauen. Dieses sollte dir dabei helfen, dein Leben besser managen zu können, sodass du dich kreativ entfalten kannst und für die ganzen Dinge, die du vorhast, nicht mehr und mehr arbeiten musst. Es gibt dir die Möglichkeit deine ganzen Ideen, Vorhaben, Aufgaben und Pläne festzuhalten und auf diese Dinge zurückgreifen zu können, wenn du diese benötigst.

Egal ob du Schüler, Student, Freelancer, Angestellter bist oder ein Unternehmen leitest, diese Grundlagen, welche ich dir erzählen werde, sind für dich direkt anwendbar, unabhängig davon was du machst. In dieser und in den folgenden Episoden erzähle ich dir wie du einen Kalender, To-Do-Liste, Notizen-System, Dateien-System und Lese-Später-System einrichten und managen kannst. Ebenfalls zeige ich dir, wie du durch regelmäßige Überprüfungen sicherstellst, dass dein System ordentlich bleibt. Des Weiteren gehe ich auch darauf ein, wie du effizienter mit deinen E-Mails umgehen kannst, sodass du keine Zeit mehr mit endlosen E-Mail-Konversationen verlierst. Wenn du dieses System aufgesetzt hast, bist du gleich in der Lage es in deiner täglichen Arbeit anzuwenden und kannst es einfach für deine Bedürfnisse anpassen.

Ich freue mich, dass du dabei bist, und lade dich herzlich dazu ein, das Gehörte gleich in die Tat umzusetzen, sodass du dir die Dinge besser verinnerlichen kannst. Ich wünsche dir viel Spaß beim Zuhören!

PS: Wenn ich in diesem Zusammenhang von einem Produktivitätssystem spreche, beziehe ich mich hauptsächlich auf Apps und Tools.

Hier gehts zur Episode bzw. zu den Shownotes: #039: Richte Deinen Kalender ein (Teil 1 – Produktivitätssystem)

Inspirierende Dinge dieser Woche

Artikel: In folgendem Artikel legt Thomas Frank, Gründer des College-Info-Geek-Blogs dar, wie du deinen Kalender effizienter benutzen kannst. How I Use My Calendar Efficiently

Podcast: In dieser Episode spricht der klinische Psychologe, Jordan B. Peterson mit dem Ökonom Dr. Robert P. Murphy (Ökonom der österreichischen Schule) über freier Handel, Mindestlohngesetze und Privateigentum. S4: E43 – Is Property Theft? | Dr. Robert Murphy

Zitat der Woche

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Winzigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. (Quelle: «Die 7 Wege zur Effektivität» von Stephen R. Covey*)

– Oliver Wendell Holmes

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