ZENIT SONNTAGLieber Leser In eine Sucht zu rutschen geht schneller, als man denkt, und Social Media ist eine der leisesten davon. Bis etwa März 2019 habe ich viel zu viel Zeit damit verbracht. Ich habe endlos durch den Feed gescrollt, ein Kreislauf, der einfach nicht aufhören wollte. Dann habe ich beschlossen, etwas zu ändern. Ich habe mir antrainiert, nur noch bewusst zum Handy zu greifen. Am Anfang war das ungewohnt, und in den Pausen an der Uni musste ich der Versuchung widerstehen, sofort aufs Display zu schauen. Ziemlich schnell hatte ich meine Social-Media-Zeit massiv reduziert, von mehreren Stunden auf ein paar oder gar keine Minuten pro Tag. Das hat unter anderem dazu beigetragen, dass ich 33 und später 42 Kreditpunkte pro Semester geschafft habe. Normal sind 30. Das haben mir diese Jahre beigebracht. 1. Kläre zuerst Deine WerteWerde Dir klar, was Dir im Leben wirklich wichtig ist. Erst dann kannst Du entscheiden, welche Netzwerke und Technologien Dich diesen Werten näherbringen und welche Dich nur davon wegziehen. 2. Nutze es nur, wenn es Dich bereichertIch habe entschieden, Social Media nur noch so zu nutzen, dass es mein Leben besser macht. Ich folge Profilen, die mich weiterbringen oder mir etwas beibringen. Alles andere fliegt raus. 3. Plane feste ZeitblöckeTrag Dir in Deiner Tagesplanung feste Zeiten ein, in denen Du Social Media nutzt. So kontrollierst Du Dein Handy und nicht das Handy Dich. Als schöner Nebeneffekt gewinnst Du eine Menge Zeit zurück. 4. Schalte alle Benachrichtigungen ausDas hat bei mir am meisten bewirkt. Und hab keine Angst, dass Dich Leute weniger mögen, weil Du über Social Media schwer erreichbar bist. Das Gegenteil ist der Fall. Die meisten schätzen die Zeit, die Du dann wirklich mit ihnen verbringst, umso mehr. Heute nutze ich Social Media wieder viel, aber bewusst und mit einem klaren Zweck: um Menschen mit meinem Content etwas mitzugeben. Genau so, wie ich es mir damals vorgenommen habe, konstruktiv und mit Mehrwert. Alles Liebe, Nicola Catch The Zenith PodcastIch bin Nicola Flückiger und Gastgeber des Schweizer Podcasts Catch The Zenith, mit über 200 erschienenen Episoden. Dich erwarten Gespräche und persönliche Gedanken über Verantwortung, Liebe und Tradition, die Dich Deinem Zenit näherbringen. Jeden Montag erscheint eine neue Folge – unter anderem mit dem ehemals jüngsten Professor der Welt, dem Enkel des Erfinders des Birchermüeslis, dem Gründer eines Milliarden-Unternehmens oder einem Multimillionär-Investor. Dieser Podcast ist mein Versuch, jungen Schweizer Männern zu produktiver Grosszügigkeit zu verhelfen, mich selbst und die Welt besser zu verstehen und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Meinungen zu fördern. Du kannst den Podcast auf YouTube, Apple Podcasts, Spotify oder direkt auf der Website anhören. Episode dieser Woche #263: 3 Dinge, die Deinen Fokus zerstören
Was ich diese Woche gelernt habeHinterlasse Dinge besser, als Du sie vorgefunden hast. Eine einfache Idee, die ich spannend finde: Hinterlasse Orte, Menschen und Situationen ein kleines Stück besser, als Du sie vorgefunden hast. Ein Beispiel: Nach dem Händewaschen kurz das Lavabo abwischen, damit sich die nächste Person über ein sauberes Waschbecken freut. Eine kleine Gewohnheit, die man auf fast alles im Leben übertragen kann. Zitat der Woche“Wir sehen die Welt durch eine Hierarchie der Werte. Das ist die Karte, mit der wir durch das unbekannte Gebiet navigieren, in dem wir uns sonst verirren würden. Wir nehmen also alles in Übereinstimmung mit unserem Ziel wahr. Das ist eine bemerkenswerte und viel zu wenig beachtete Erkenntnis, denn sie besagt nichts anderes, als dass sowohl unser Elend als auch unsere Freude von unseren Werten abhängen.” — Dr. Jordan B. Peterson
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