ZENIT SONNTAGLieber Leser, in den letzten Jahrzehnten ist die klassische Rolle des Mannes zunehmend verwässert worden. Sammelbegriffe wie „toxische Maskulinität“ haben viele Männer verunsichert. Gute, aufrechte und produktive Männer wurden aufgrund ihres Geschlechts beleidigt. Ein Buch, das hier positiv entgegenwirkt, ist „Der Weg des wahren Mannes“. Eine einfach zu lesende Lektüre – teils spirituell geschrieben – die bei Beziehungen, Beruf und Sexualität unterstützt. Gerade die Punkte zum Thema Umgang mit Frauen in einer Liebesbeziehung fand ich sehr spannend, darum hier 3 Takeways dazu: 1. Der Mann unterstützt die Frau bei EntscheidungenWenn Dich Deine Frau nach Deiner Meinung bittet, vermeide zu sagen: “Mir ist alles recht, was Du tun willst.” Anstattdessen hilf ihr eine Entscheidung zu treffen oder, noch besser, nimm ihr die Entscheidung ab. Beispiel: Deine Frau fragt Dich, welche Schuhe sie heute anziehen soll. Du sagst: “Zieh die schwarzen Highheels an, denn zu Deinem Kleid passen diese super.” Du kommunizierst ihr Deine Wahl sowie einen Grund. Wieso ist das wichtig? Wir Männer haben die Gabe der schnellen Entscheidungsfindung. Damit sich der Mann maskulin und die Frau feminin fühlen, übernimmt der Mann die Verantwortung, eine Entscheidung zu treffen. Lehnt er seine männliche Gabe ab, stärkt er die männliche Seite in seiner Frau. Die Frau wird sich weniger liebevoll an den Mann hingeben und misstraut seiner Liebe. 2. Frauen wollen loslassenEine Frau schätzt es, wenn der Mann die Richtung vorgibt. Wenn sie ihm nicht alles erklären und vorschlagen muss. Beispiel: Der Geburtstag Deiner Frau ist heute. Du sagst: „Happy Birthday! Heute darfst Du bestimmen, was wir tun. Wir können überall hinfahren und alles tun, was Du gerne möchtest. Was möchtest du gerne tun?“ Das ist genau das Gegenteil dessen, was sich eine Frau unter einem perfekten Geschenk vorstellt. Vielmehr sage: “Ich komme Dich heute um 18:00 von der Arbeit abholen. Wir gehen ein Wochenende weg. Frag nicht, wohin. Ich kümmere mich um alles. Packe nur Deine Sachen. Das wird der beste Geburtstag, den Du je hattest.” Eine Frau möchte loslassen, im Wissen, dass der Mann sich um alles kümmert. Durch Deine Proaktivität kann sie sich voll und ganz in ihrer femininen Rolle wohlfühlen. 3. Die feminine Essenz entwickelt sich durch LobWir Männer brauchen eine gute Challenge. So wachsen wir und bauen gute Eigenschaften auf. Dein Schullehrer hat Dir gesagt, dass Du nie etwas wirst. Du hast das Gegenteil bewiesen. Du hast diese Behauptung als Herausforderung genutzt, um ihm zu zeigen, dass er falsch liegt. Eine Herausforderung fördert die Maskulinität in uns Männern, aber auch in Frauen. Wiederum die feminine Seite wird grösser durch Lob. Nicht durch Challenge. Willst Du als Mann mehr von etwas in Deiner Frau, das Du gut findest? Lobe sie für gutes Verhalten. So verstärkst Du dieses Verhalten bzw. die Eigenschaft. Beispiel: Du möchtest, dass sich Deine Frau fit hält. Mit den Worten “Ich liebe die Form Deines Körpers” gibst Du einen viel grösseren Anreiz, fit zu bleiben. Verglichen mit: „Ich hoffe, Du nimmst nicht zu.“ Eine Frau nimmt Deine Empfehlung, dass sie abnehmen soll, als Beleidigung auf. Eine Frau will nicht hören, was sie machen soll. Vielmehr lobe jede kleine Sache, die in eine gute Richtung geht. Beispielsweise beim Abnehmen, sagst Du:
Somit funktioniert Lob, Informationen nicht. Lob motiviert, eine Herausforderung nicht. Lobe Deine Frau mehrmals am Tag und schaue, was passiert. KonklusionEine romantische Beziehung erfordert konstante Arbeit. Dabei ist der gegenseitige Umgang essenziell für die Maskulinität im Mann und die Femininität in der Frau. Indem Du Entscheidungen für Deine Frau triffst, ihr das Gefühl “loslassen zu können” gibst und sie für gutes Verhalten lobst, kann sich die Dynamik in der Beziehung verbessern. Alles Liebe, Nicola Catch The Zenith PodcastIch bin Nicola Flückiger und Gastgeber des Schweizer Podcasts Catch The Zenith, mit über 200 erschienenen Episoden. Dich erwarten Gespräche und persönliche Gedanken über Verantwortung, Liebe und Tradition, die Dich Deinem Zenit näherbringen. Jeden Montag erscheint eine neue Folge – unter anderem mit dem ehemals jüngsten Professor der Welt, dem Enkel des Erfinders des Birchermüeslis, dem Gründer eines Milliarden-Unternehmens oder einem Multimillionär-Investor. Dieser Podcast ist mein Versuch, jungen Schweizer Männern zu produktiver Grosszügigkeit zu verhelfen, mich selbst und die Welt besser zu verstehen und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Meinungen zu fördern. Du kannst den Podcast auf YouTube, Apple Podcasts, Spotify oder direkt auf der Website anhören. Episode dieser Woche #244: Warum Dich Ideologien schwach machen als junger Schweizer (+ 11 Lösungen) (YouTube, Spotify, Apple)
Was ich diese Woche gelernt habeWenig Social Media macht das Leben besser Diese Woche hatte ich Ferien. Dabei habe ich praktisch kein Social Media und WhatsApp gecheckt. Stattdessen habe ich Zeit mit meinen Liebsten verbracht, auf meinem Kindle gelesen und Ski gefahren. Ich fühle mich ruhiger und fokussierter und verspüre mehr Freude am Alltäglichen. Ich denke, dafür verantwortlich ist, dass meine Dopamin-Baseline gesunken ist. Zitat der Woche„Wenn du die Wahrheit sagst und sonst nichts, dann erwartet dich ein riesiges Abenteuer als Konsequenz. Du weißt nicht, was mit dir geschehen wird, aber du musst das Klammern an ein bestimmtes Ergebnis aufgeben. Du musst einfach loslassen.“
— Dr. Jordan B. Peterson
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